Alfred Jeremias

deutscher Religionshistoriker und Assyriologe

Deutscher Religionshistoriker und Altorientalist.

  • "Man ist einig darüber, dass die Astronomie als Abendländische Wissenschaft ihre Mutter in der Astrologie hat, und man nennt die sumerische Weltanschauung zugrunde liegende Himmelschau Astrologie. Da wir uns aber daran gewöhnt haben, unter Astrologie eine "Chaldäische" Theologie abergläubischer Sternkunde zu verstehen - "Chaldäer" war bei den Griechen keineswegs ein Ehrenname-, so muß ich für die sumerische Himmelschau die Bezeichnung Astrologieablehnen. Man sollte dafür Astrosophie sagen. denn die von Sumer kommende, Himmelschau wollte gerade in den ältesten Zeiten schauendes Wissen sein." Alfred Jeremias, Handbuch der altorientalischen Geisteskultur. Kapitel VII. Astronomie und Astrosophie. S. 245.
  • " Aus einer Imagination in den gestirnten Himmel, aus einer Astrosophie (keineswegs zunächst Astrologie) entsteht die weltenlehre, die aus dem irdischen Sein und geschehen das Widerspiel des räumlich-zeitlichen, kreisläufigen himmlischen Geschehens herausliest, das durch eine Gigantomachie der kosmischen Gegensätze hervorgeht." Alfred Jeremias. Der Antichrist in Geschichte und Gegenwart. S.6.
  • "Man darf vielleicht sagen, daß die sumerische Astrosophie solange folgerichtig religiös gewesen ist, als sie sich an das religiöse Heimatsgefühl des Menschen gewendet hat." Alfred Jeremias. Das Weltall. Bildgeschmückte Zeitschrift für Astronomie und verwandte Gebiete. 1919, 28.Jahrgang. Heft 4/5. S.30.

  • "Wissenschaftliche Astronomie im abendländischen Sinne beginnt mit Thales und Anaximander. Ihre Mutter ist die orientalische Astrologie. Es hat aber eine viel ältere auf unmittelbar Himmelschau 8Astrosophie) beruhende sumerische Astronomie (astrosophie) gegeben, die wissenschaftliche im morgenländischen Sinne war. Ihre Tochter war die orientalische Astrologie." Alfred Jeremias. Das Weltall. Bildgeschmückte Zeitschrift für Astronomie und verwandte Gebiete. 1919, 28.Jahrgang. Heft 4/5. S.30-31.