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Ernst Toller

deutscher Schriftsteller und Politiker

Ernst Toller (1893-1939)Bearbeiten

deutscher Schriftsteller und Dramatiker, Politiker und linkssozialistischer Revolutionär

Zitate mit QuellenangabeBearbeiten

  • "Alle diese Toten sind Menschen, alle diese Toten haben geatmet wie ich, alle diese Toten hatten einen Vater, eine Mutter, Frauen, die sie liebten, ein Stück Land, in dem sie wurzelten, Gesichter, die von ihren Freuden und ihren Leiden sagten, Augen, die das Licht sahen und den Himmel. In dieser Stunde weiß ich, daß ich blind war, weil ich mich geblendet hatte, in dieser Stunde weiß ich endlich, daß alle diese Toten, Franzosen und Deutsche, Brüder waren und daß ich ihr Bruder bin." - Eine Jugend in Deutschland, Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig 1970, Viertes Kapitel, gutenberg.spiegel.de
  • "Das Reich des Friedens wollen wir zur Erde tragen, // Den Unterdrückten aller Länder Freiheit bringen - // Wir müssen um das Sakrament der Erde ringen!" - Unser Weg. In: Gedichte der Gefangenen, Kurt Wolff Verlag, München 1921, S. 30, Internet Archive
  • "Eine jüdische Mutter hat mich geboren, Deutschland hat mich genährt, Europa mich gebildet, meine Heimat ist die Erde, die Welt mein Vaterland." - Eine Jugend in Deutschland, Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig 1970, Sechzehntes Kapitel, gutenberg.spiegel.de
  • "Ich fasse das Leid nicht, das der Mensch dem Menschen zufügt. Sind die Menschen von Natur so grausam, sind sie nicht fähig, sich hineinzufühlen in die Vielfalt der Qualen, die stündlich, täglich Menschen erdulden? Ich glaube nicht an die »böse« Natur des Menschen, ich glaube, daß er das Schrecklichste tut aus Mangel an Phantasie, aus Trägheit des Herzens." - Eine Jugend in Deutschland, Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig 1970, Sechzehntes Kapitel, gutenberg.spiegel.de
  • "Jeder Tag kann das Paradies bringen, jede Nacht die Sintflut." - Hinkemann, Hrsg. Artur Müller und Hellmut Schlien, Dramen der Zeit, Band 12, Verlag Lechte, Emsdetten 1954, S. 96, books.google.de
  • "Wer Masse aufwühlt, wühlt die Hölle auf." - Masse-Mensch, Gustav Kiepenheuer Verlag, Zweite Auflage, Potsdam 1922, S. 70, Internet Archive

Zitate mit Bezug auf Ernst TollerBearbeiten

  • "Ich habe eine stille Liebe zu Tollern. Der Mann hat das, was wir heute alle sagen, in jenen Jahren 1916 und 1917 gesagt, als das noch Kopf und Kragen kostete; er hat seine Gesinnung auch im Kriege entsprechend betätigt; er hat diese Gesinnung durchgehalten, mit der Tat und mit dem Wort, und er hat für diese seine Gesinnung bezahlt. Und das darf man nie vergessen." - Kurt Tucholsky unter dem Pseudonym Peter Panter, Auf dem Nachttisch. In: Die Weltbühne, 27. Jahrgang, Nummer 9, 3. März 1931, 1. Band, Verlag der Weltbühne, Charlottenburg, S. 323, Internet Archive

WeblinksBearbeiten

Commons führt Medien zu Ernst Toller.
Wikisource führt Texte oder Textnachweise von Ernst Toller.