Sklaverei

Zustand, in dem Menschen als Eigentum anderer behandelt werden
Boulanger Gustave Clarence Rudolphe The Slave Market.jpg
Goethe-Zitat bei der Occupy-Wallstreet-Bewegung 2011

ZitateBearbeiten

  • "Bevor es also nicht gelingt, Afrika ganz unter die Europäischen Mächte zu vertheilen und auch wirklich zu colonisiren oder die Negerstaaten ökonomisch so weit zu heben, dass sie zu einem gegenseitig und von den Europäischen Mächten anerkannten Besitzstande gelangen, wird es auch nicht möglich sein, die eigentliche Quelle der Sklaverei zu verstopfen, so sehr man auch mit dem besten Willen an den Symptomen herumcuriren mag." - "Ludo Moritz Hartmann, Zur Geschichte der antiken Sklaverei". In: Deutsche Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, Bd. 11 (1894), S. 1–17. Seite 16.
  • "Das Übermaß der Freiheit wird zur Sklaverei, denn wenn es keine Autorität mehr gibt, so ist der Starke unumschränkt, und der Schwache verfällt dem Rechte der Faust. Die Überspannung der Freiheit führt nicht allein zur Knechtschaft, sondern ist selbst schon Knechtschaft." - Heinrich von Treitschke, Politik : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin, 1. Band, 2. Auflage. Leipzig: Hirzel, 1899, S. 157 Internet Archive
  • "Die Regierung des Menschen über den Menschen ist die Sklaverei. Wer immer die Hand auf mich legt, um über mich zu herrschen, ist ein Usurpator und ein Tyrann. Ich erkläre ihn zu meinem Feinde." - Pierre Joseph Proudhon, zitiert in Daniel Guérins Anarchismus - Begriff und Praxis, Suhrkamp Verlag 1967 Frankfurt am Main, Seite 17, Zeile 13-17
  • "Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein." - Johann Wolfgang von Goethe#Die Wahlverwandtschaften (1809), Hamburger Ausgabe, Bd 6 (Romane und Novellen I), dtv Verlag, München, 1982, S. 397 (II,5)
  • Über den Neger-Embryo in Spiritus
    Da liegt er noch in der Stellung, worin er Leben und Tag erwartete, Leben und Tag, die dem Armen nie erschienen. Kind wie glücklich bist du, schon so früh an dem Ziel, das Tausende deiner Brüder unter den blutigen Striemen, unter Leiden ohne Zahl erst erreichen.
    Armer Kleiner, wie glücklich bist du, die Ruhe die du genießest müssen sich Tausende deiner unglücklichen Brüder mit Blut unter der Geißel nichtswürdiger Krämer erkaufen. Nichts, nichts hast du an dieser Welt verloren, wo deine Rechte verkauft sind, und wo dein Herr ein Krämer gewesen wäre. Auch für ihn wäre es besser gewesen, der deine Kette schon bereit hielt, er hätte wie du den Tag nicht gesehen. Georg Christoph Lichtenberg Schriften und Briefe Band I ©1968 S. 281 Sigel D 322 Hanser Verlag, München, © 1968, Nachdruck bei Zweitausendeins, Frankfurt a. M., o. J.
  • "Wir sind überzeugt, dass Freiheit ohne Sozialismus Privilegienwirtschaft und Ungerechtigkeit, und Sozialismus ohne Freiheit Sklaverei und Brutalität bedeutet." - Michail Bakunin, Die Revolutionäre Frage
  • "Zweifelsohne ist die Sklaverei das größte aller Uebel, welche jemals die Menschheit betroffen, [...]" - Alexander von Humboldt, Versuch über den politischen Zustand der Insel Cuba. In: Gesammelte Werke, Zwölfter Band, Verlag der J. G. Cotta'schen Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart, S. 69, books.google.de

BibelBearbeiten

  • "Jeder soll in dem Stand bleiben, in dem ihn der Ruf Gottes getroffen hat. Wenn du als Sklave berufen wurdest, soll dich das nicht bedrücken; auch wenn du frei werden kannst, lebe lieber als Sklave weiter. Denn wer im Herrn als Sklave berufen wurde, ist Freigelassener des Herrn. Ebenso ist einer, der als Freier berufen wurde, Sklave Christi." - 1. Korinther 7,20-22 EU
  • "Um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Macht euch nicht zu Sklaven von Menschen!" - 1. Korinther 7,23 EU

KoranBearbeiten

nach Suren geordnet

  • "Und heiratet nicht Götzendienerinnen, ehe sie gläubig geworden; selbst eine gläubige Sklavin ist besser als eine Götzendienerin, so sehr diese euch gefallen mag. Und verheiratet (keine gläubigen Frauen) mit Götzendienern, ehe sie gläubig geworden; selbst ein gläubiger Sklave ist besser als ein Götzendiener, so sehr dieser euch gefallen mag." - Sure 2, 221 (Ahmadiyya) Onlinetext
  • "Würde er doch den steilen Weg hinaufstürmen! // Woher sollst du wissen, was der steile Weg ist? // (Es ist) die Befreiung eines Sklaven // oder, am Tag der Hungersnot, die Speisung // einer verwandten Waise // oder eines Bedürftigen, der im Staub liegt." - Sure 90, 11-16 (Khoury) Onlinetext

WeblinksBearbeiten

Siehe auch: Sklave, Knechtschaft
Gegenbegriff: Freiheit
Wikipedia führt einen Artikel über Sklaverei.
Wiktionary führt den Wörterbucheintrag Sklaverei.