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Sprechen

der Gebrauch der menschlichen Stimme

ZitateBearbeiten

  • "Das Geistige eines Kunstwerks besteht nicht darin, über was es spricht, sondern zu wem es spricht." - Moritz Heimann, Die Wahrheit liegt nicht in der Mitte. Essays. Frankfurt a.M.: Fischer, 1966. S. 162
  • "Dies ist die Macht des Aussprechens dessen, was ist. Es ist das gewaltigste politische Mittel! Fichte constatirt in seinen Werken, daß »das Aussprechen dessen, was ist,« ein Lieblingsmittel des alten Napoleon gewesen, und in der That hat er ihm einen großen Theil seiner Erfolge verdankt. Alle große politische Action besteht in dem Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und Bemänteln dessen, was ist." - Ferdinand Lassalle: Was nun? Zweiter Vortrag über Verfassungswesen. Erstmals gehalten am 17. November 1862 im Mundtschen Saal in der Köpenickerstraße 100 in Berlin-Kreuzberg, Meyer & Zeller Zürich 1863 Google Books, S. 35 books.google
  • "Doch es gibt Augenblicke im Leben, in denen Schweigen zur Schuld und Sprechen zur Notwendigkeit wird. Eine Bürgerpflicht, eine moralische Herausforderung, ein kategorischer Imperativ, dem man sich nicht entziehen kann." - Oriana Fallaci, Die Wut und der Stolz
  • "Ein Dialog besteht darin, daß Menschen miteinander sprechen, aber sie sprechen nicht nur miteinander, sondern schweigen auch gleichsam miteinander, sprechen gegeneinander oder sprechen aneinander vorbei". - Johannes R. Becher, Macht der Poesie. Hrsg. von Horst Haase. In: Bekenntnisse, Entdeckungen, Variationen. Denkdichtung in Prosa. 1. Auflage. Berlin und Weimar: Aufbau-Verlag, 1968. S. 231
  • "Es ist mir völlig die Fähigkeit abhanden gekommen, über irgend etwas zusammenhängend zu denken oder zu sprechen." - Hugo von Hofmannsthal, Ein Brief, 1902. In: Gesammelte Werke, Band 7, S. Fischer, Frankfurt a.M. 1979, S. 465, zeno.org
  • "Gradaus hab' ich stets gesprochen, // Und mir dennoch Bahn gebrochen. // All die Leisetreter mit Glück // Ließ ich hinter mir zurück." - Gottfried Kinkel, Sprüche (33). Aus: Gedichte. 6. Auflage. Stuttgart und Augsburg: Cotta, 1857. S. 301. Google Books
  • "Keines Menschen Mund spricht anders, als ihm sein Herz eingibt." - Hartmann von Aue, Iwein
  • "Lerne schweigen, wo: sprechen nicht am Ort." - Adelbert von Chamisso, Abba Glosk Leczeka. Aus: Gedichte. 3. Auflage. Stuttgart: Hausmann, 1835. S. 278
  • "Lieber spricht man schlecht von sich als gar nicht." - François de La Rochefoucauld, Reflexionen
  • "Mancher will sprechen lernen zu einem Zeitpunkt, wo er lernen sollte, endgültig zu schweigen." - Michel de Montaigne, Die Essais
  • "Menschen, die viel von sich sprechen, machen - so ausgezeichnet sie übrigens sein mögen - den Eindruck der Unreife." - Marie von Ebner-Eschenbach, Aphorismen
  • "Sage nie, dass du etwas geben wirst. Denn wer so spricht, gibt nichts und verhindert die Gaben anderer." - Philemon, Fragmente
  • "Sie sprach soviel, dass ihre Zuhörer davon heiser wurden." - Kurt Tucholsky, Schnipsel
  • "Sprich in Zeitworten, und du sprichst klar, klangvoll und anschaulich." - Ludwig Reiners, Stilkunst II, Satzbau
  • "Um zu sprechen, muss man denken, zumindest annäherungsweise." - Voltaire, Micromégas
  • "Vieles ist zu zart, um gedacht, noch mehreres, um besprochen zu werden." - Novalis, Blütenstaub
  • "Wahrheit ist das Sprechen einer vertrauten Seele zu einer vertrauten Seele." - Paul Ernst, Saat auf Hoffnung
  • "Wenn die Leute mir vorwerfen, dass ich zu viel von mir spreche, so werfe ich ihnen vor, dass sie überhaupt nicht mehr über sich selber nachdenken." - Michel de Montaigne, Die Essais
  • "Zu viel plauschen die Weiber erst, wenn sie alt sind. Wenn sie jung sind, verschweigen sie einem zu viel." - Johann Nepomuk Nestroy, Der alte Mann mit der jungen Frau

Sprichwörter und VolksmundBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Siehe auch: Sagen, Sprache, Rede, Geschwätz
Wikipedia führt einen Artikel über Sprechen.
Wiktionary führt den Wörterbucheintrag sprechen.